
Urlaubstagebuch Langeland Oktober 2006
Samstag der 28.10.2006
Heute geht es nach Hause. Ich freue mich schon. Um 7 Uhr bin ich aus dem Bett gehüpft und habe gleich erst einmal die Hunde in den Garten gelassen. Sie verrichteten pflichtschuldig ihr kleines Geschäft und kamen wieder rein zu mir. Der Wind hatte völlig nachgelassen, kein Vergleich zum gestrigen Sturm. Udo wollte doch sonst nicht auf die Fähre von Spodsbjerg nach Tårs. Er meinte, das ist ein Seelenverkäufer und fühlte sich darauf gar nicht wohl.

Fähre Spodsbjerg Tårs
Ich machte den Abwasch von gestern Abend und kochte mir einen Tee. Dann setzte ich mich hin und schrieb wieder einige Zeilen an diesem Tagebuch. Um 8Uhr weckte ich auch Frank und Udo. Ich wollte um 9 Uhr in Rudkøbing sein, damit die beiden in Ruhe noch einmal Frühstücken können und ich in der Zwischenzeit ein letztes Mal in das Büro von Novasol gehen kann, um unseren Schlüssel und den Ablesezettel abzugeben.
Dann ging ich zum "Super Bruggsen" wo Frank und Udo saßen und frühstückten. Ich genehmigte mir auch einen Kaffee. Anschließend holten wir noch etwas Geld vom Automaten und kauften Kuchen für zu Hause und zwei Fischfrikadellen und ein Stück Aal zum sofort essen. Die Männer mochten diese Fischfrikadelle nicht so gerne, aber das Stück Aal schmeckte mir hervorragend. Dann zuckelten wir los Richtung Spodsbjerg zur Fähre.
Wir kamen eine Stunde früher an als gebucht, aber das machte nichts, es war reichlich Platz für uns dabei. So verließen wir um 10,15 Uhr die Insel Langeland Richtung Tårs/ Loland. An Bord genehmigte Udo sich einen Kaffee und ein Brot mit Krabben und Ei. Er träufelte da Zitrone drauf und war hellauf begeistert. Nach knapp 30 Minuten ging es zum Auto zurück, von der Fähre runter und zur nächsten Fähre Richtung Puttgarden. Beide Hunde schliefen ruhig auf ihrem Platz im Auto. Sie hatten in dieser Woche gelernt, das Autofahren auch etwas länger sein können.
Als wir wieder Deutschen Boden unter den Füssen hatten, rief ich Inge zu Hause an und teilte ihr unsere ungefähre Ankunftszeit mit. Dann rief ich auch meine Mutter an, und sie war traurig dass wir ihr keinen Dorsch mitgebracht haben. Udo meinte wir wären grad bei Heiligenhafen und dort gäbe es eine Fischhalle, wo wir einen Dorsch kaufen könnten. Also sind wir abgebogen und haben einen kleinen Umweg gemacht, um noch einen Dorsch zu kaufen. Für 7,55 Euro haben wir einen richtig dicken Dorsch gekauft.
Dann ging es wieder auf die Bahn, Richtung Heimat. Ich wollte nur noch nach Hause, auf mein Clo, in meine Badewanne und in mein Bett. Ich habe noch ein bisschen geschlafen auf der Fahrt und bin bei Ratzeburg aufgewacht. Nun hatten wir es bald geschafft. Vorfreude machte sich breit bei mir. Gegen 15 Uhr sind wir in Langenlehsten eingetrudelt. Alle aussteigen und auch gleich Arme voll Sachen mit rein getragen. Die Wäsche habe ich komplett, egal ob schmutzig oder sauber ins Bad verfrachtet. Es musste einfach alles gewaschen werden. Alles stank muffig. Inge meinte gleich, damit muss man rechnen wenn man ein Ferienhaus aus Holz mietet.
Ich habe Wasser aufgesetzt und für alle einen Cappuccino gekocht. Dazu gab es den dänischen Kuchen, den wir noch in Rudkøbing gekauft haben. Udo verzog wieder genießerisch das Gesicht, aber Inge und mir war er einfach zu süß. Nach dem Kaffee machte Udo sich auf den Weg zu seinen Katzen und Frank und ich gingen in die Wanne und wuschen uns gründlich. Danach stiegen wir in einen Jogging Anzug und zogen Wellness Socken an.
Wir waren wieder zu Hause!
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